Seit über vierzig Jahren macht Ken Loach Filme, die immer wieder ins Zentrum gesellschaftlicher Kontroversen zielen, so dass der Regisseur im letzten Jahr für sein Lebenswerk mit dem europäischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Bei der großen Zahl an Filmen und der Vielzahl ihrer Themen entgeht der eine andere Loach-Film leicht der Aufmerksamkeit des Publikums. Ein solcher Film ist
Im Mittelpunkt steht die selbstbewusste und attraktive Angie. Nachdem sie ihren Job bei einer Personalvermittlung für Arbeitskräfte aus Osteuropa verloren hat, beschließt sie, mit einer Freundin eine eigene Agentur zu gründen. Die beiden Frauen haben Kenntnisse, Kontakte und Risikobereitschaft, um auf dem hart umkämpft Markt zu bestehen zu können. Angie hat einen kleinen Sohn, der bei ihren Eltern aufwächst. Angies Vater repräsentiert die Moral einer historischen Arbeiterbewegung: fairer Lohn, soziale Sicherheit und Solidarität untereinander. Doch auf dem globalisierten Arbeitsmarkt klingen diese Parolen antiquiert. Da werden Arbeiter um ihren Lohn betrogen, weil ihr Betrieb über Nacht verschwindet. Vor allem illegale Arbeiter können hemmungslos ausgebeutet werden. Einmal mehr erweist sich Ken Loach als hervorragender Protokollant aktueller sozialer Probleme, indem er eine Welt zeigt, in der die Freiheit, auf die der Titel anspielt, zum Synonym für wirtschaftlicher Gewalt geworden ist. Wenn Angie nicht das Geschäft mit den Arbeitsmigranten macht, dann tun es andere.