Whatever
Works
Für seinen inzwischen 40. Film ist Woody Allen ins vertraute
New York zurückgekehrt und bedient sich dem altbekannten
stadtneurotischen Duktus. Sein neues Alter Ego hat mit der Figur
des alternden Physikprofessors Boris Yellnikoff gespielt von Larry
David zwar ein anderes Gesicht bekommen, führt sich aber
ganz im Stile des gewohnten Misanthropen auf, der sich immer wieder
aus der Erzählhandlung heraus direkt an sein Publikum richtet,
um seine Befindlichkeiten kundzutun.
Boris'
Leben wird durch die blutjunge Ausreißerin Melody (Evan
Rachel Wood) aus der Bahn geworfen, die sich mit ihrer naiven
Art bei ihm einnistet und ihn sogar ehelicht. Doch die traute
Zweisamkeit währt nur kurz: Melodys Mutter (Patricia Clarkson),
die dem südstaatlichen Kleinstadtmief entkommen will, erscheint
auf der Bildfläche, wenig später gefolgt von dem verlassenen
Ehemann. Sämtliche Beziehungskonstellationen werden wild
durchmischt, das Tempo des Films steigert sich und wandelt den
vorher vorherrschenden schwarzen Humor in eine spritzige Screwbal-Comedy.