Aufblende

Einen liebevoll - satirischen Spiegel hält Filipos Tsitos seinen griechischen Landsleuten mit seinem Film AKADIMIA PLATONOS - KLEINE WUNDER IN ATHEN vor, mit dem wir uns vom Sommer und den Ferien verabschieden.
Für seinen Spielfilm über das Hausmädchen Raquel LA NANA wurde der chilenische Regisseur Sebastián Silva mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er zeigt, welche Folgen das Dienen und die Routine für einen Menschen haben können, nicht nur für die Dienenden, sondern auch für die Bedienten, denen schließlich die Sensibilität für die Besonderheit der Konstellation Diener/in und Herr/in abhanden gekommen ist.
In ihrem Dokumentarfilm HAUS - HALT - HILFE dokumentierte die Filmemacherin Petra Valentin das Leben von sieben Haushaltshilfen im Rhein Main Gebiet, meist Frauen aus Asien oder Lateinamerika. Der Brasilianer Fernando Meirelles (CITY OF GOD) schließlich zeigte bereits im Jahr 2000 das Leben der Hausangestellten in Sao Paulo in seiner Komödie DOMESTICAS.
In seiner Verfilmung von Thomas Manns Novelle DER TOD IN VENEDIG macht Luchino Visconti den scheiternden Schriftsteller Gustav von Aschenbach zum Komponisten und gibt ihm die Züge Gustav Mahlers, dessen Musik den Film begleitet. Gustav Mahler hatte ein Jahr vor seinem Tod tatsächlich eine existenzielle Krise und wandte sich an den Psychiater Sigmund Freud. Dies nahmen Percy und Felix Adlon als Ausgangspunkt für ihren Spielfilm MAHLER AUF DER COUCH.
In Italien werden, so die Regisseurin Tizza Covi, eine große Zahl von Kindern im Kleinkindalter von ihren Eltern ausgesetzt. In ihrem semidokumentarischen Spielfilm LA PIVELLINA erzählt sie mit Koregisseur Rainer Frimmel von einem solchen Kind, das von einer italienischen Zirkusfamilie aufgenommen wird. "Covi und Frimmel zeichnen in ihrem Film eine Milieustudie voller Solidarität und Zärtlichkeit" schieb Ralf Schenk in der Berliner Zeitung über diesen Film. An den Rand der Gesellschaft führt auch Pierre Schoeller in seinem Debütfilm VERSAILLES, in dem sich der junge Aussteiger Damien (Guillaume Depardieu in seiner letzten Rolle) der Obdachlosen Nina und ihres kleinen Sohnes annimmt.
Der kurdische Regisseur Miraz Bezar erzählt in seinem Film MÎN DIT - DIE KINDER VON DIYARBAKIR von einem Geschwisterpaar, das nach der Ermordung seiner Eltern durch Paramilitärs auf sich allein gestellt ist und plötzlich einen der Mörder wiedererkennt…
Sein Debütfilm HAMAM - IL BANGNO TURCO machte ihn weltbekannt. 1959 in Istanbul geboren lebt Ferzan Ötzpetek seit 1979 in Rom, wo er Filmgeschichte studiert hat. Beziehungen, Leben in der Gemeinschaft, sei es die Familie oder familienähnliche Zusammenhänge, und Homosexualität sind die Themen seiner in Italien angesiedelten Geschichten. Neben seinen früheren Filmen FATE IGNORANTI - DIE AHNUNGSLOSEN und SATURNO CONTRO präsentieren wir mit MINE VAGANTI - MÄNNER AL DENTE seine neueste Produktion.
Seit 30 Jahren sitzt der schwarze Journalist Mumia Abu-Jamal in der Todeszelle. Der britische Regisseur Marc Evans dokumentierte den Fall 2007 in seinem Film, IN PRISON MY WHOLE LIFE, für den Amnesty International die Schirmherrschaft übernahm. Anlässlich der Aufführung des Films im Filmforum werden Annette und Michael Schiffmann, die für den Film beratend tätig waren, im Filmforum anwesend sein.
In unserer Reihe "Das Filmforum Team präsentiert" zeigen wir in diesem Monat Tim Burtons Hommage an den vermeintlich "schlechtesten Regisseur aller Zeiten" ED WOOD (gespielt von Johnny Depp), der mit seinem Film PLAN 9 FROM OUTER SPACE in gewisser Hinsicht einen Meilenstein der Filmgeschichte geschaffen hat.
Das Internationale Kinderfilmfestival Lucas wird vom 6. - 10. September im Filmforum zu Gast sein und jeweils morgens um 9.00 und 11.00 die Filme der vom Lucas Festival zusammengestellten Zeit - Edition Kinderfilm vorstellen. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie im Lucas Programmheft sowie unter www.lucasfilmfestival.de
Anmeldungen zu den Vorführungen sind direkt an das Festival (info@lucasfilmfestival.de) zu richten.